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Gesellschaftliche Implikationen der Transmutations- und Partitionierungsforschung (GESI-PT)


Hintergrund

Zu Partitionierung und Transmutation, also der Umwandlung von langlebigen radioaktiven Nukliden, gibt es bislang vorwiegend technisch-naturwissenschaftliche Studien mit dem Ziel, die Umsetzungsoptionen dieser Verfahren zu prüfen. Wenn der Einsatz von Partitionierung und Transmutation in einem großtechnischen Maßstab gelänge, so könnte dieses Verfahren möglicherweise das Volumen langlebiger Nuklide und damit die Langlebigkeit von radioaktiven Abfällen insgesamt verringern.

Da in Deutschland einerseits die Endlagerung radioaktiver Abfälle besonders kontrovers diskutiert wird und andererseits die Fachleute und Technik-Ressourcen zur Erforschung von Partitionierung und Transmutation zur Verfügung stehen, stellt sich hier besonders drängend die Frage der Positionierung - insbesondere auch vor dem Hintergrund der Energiewende und eines forcierten Ausstiegs aus der Nutzung der Kernenergie zur Stromgewinnung. Was bedeutet Transmutation und Partitionierung für die Endlagerung des radioaktiven Mülls, der in Deutschland vorliegt und noch anfallen wird? Welches sind die gesellschaftlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, welche die Akzeptanz von Transmutations- und Partitionierungs-Verfahren bedingen?

Ziele

Das Projekt soll Impulse für die Positionierung des Standortes Deutschland in der Debatte um Partitionierung und Transmutation bieten. Konkretes Ziel des Projektes ist die Erstellung einer Studie, die als Empfehlungsgrundlage für künftige politische Entscheidungen im Bereich der Partitionierung und Transmutation dient. Die Studie informiert über wissenschaftliche, technologische (dies insbesondere auf der Basis von Arbeiten der Projektpartner) und gesellschaftlich relevante Chancen und Risiken der Partitionierungs- und Transmutations-Forschung, bewertet diese und leitet aus der Bewertung Empfehlungen für eine angemessene Kommunikations- und Handlungsstrategie für politische Entscheidungsträger ab.







Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektpartner: DBE Technology GmbH
Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit mbH (GRS)
Helmholtzzentrum Dresden Rossendorf (HZDR)
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
RWTH Aachen
Projektlaufzeit: September 2012 – Juni 2013
Mitarbeiter: Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn
Diana Gallego Carrera, M.A.
Dr. Michael Ruddat
Ansprechpartnerin: Diana Gallego Carrera
(diana.gallego(a)zirius.uni-stuttgart.de)